Zu den aktuellen Börsenturbulenzen

War es nur ein „Flash Crash“ oder das Ende der steigenden Kurse?

Wieder eine Erweiterung unseres Wortschatzes, die wir eigentlich nicht brauchen!

Was ist passiert?

Die US-Börsen erlebten am Montag, in Punkten gemessen, mit einem Minus von fast 1.600 Punkten  den größten Absturz ihre Geschichte – und zogen die Kapitalmärkte rund um den Globus mit sich.

Wie haben wir reagiert und was bedeutet dies für unser Portfolio?

Mit den Kapitalmärkten wurde der GCX Global Challenges Index gleich zu Handelsbeginn in Deutschland ebenfalls mit herunter gezogen und fiel unter unserer Absicherungslevel. Es galt, den Schaden, der für diesen Tag schon entstanden war, nicht noch größer werden zu lassen, wenn es denn zu weiteren Kursstürzen kommen sollte. An diesem Tag sicherten wir das Portfolio zeitweise zu 90% ab.

Mittlerweile haben wir das Portfolio noch zu 80% abgesichert und steigen in einem größeren Maße grundsätzlich erst wieder ein, wenn sich der Nachhaltigkeitsindex GCX deutlich von jetzt um die 2230 auf 2300 Punkte erholt.

Nach Wikipedia werden als  Flash Crash oder im Deutschen auch Flashcrash mehrere starke Kurseinbrüche  an den Finanzmärkten bezeichnet, die in der Vergangenheit nur Minuten andauerten. Auf den plötzlichen Einbruch folgte jeweils eine ähnlich schnelle Erholung.

Nun arbeiten wir als Vermögensverwalter nicht nach Wikipedia, sondern beobachten den Markt genau: zeichnet sich ab, dass es eine klassische V-Formation und damit ein Flash Crash wird und der Markt sich schneller erholt, dann lösen wir die Positionen auch schneller auf.
Nachdem gestern die Kurse erst wieder stiegen, sieht es aktuell (08.02.18) allerdings wieder nach fallenden Kursen aus und damit nicht nach einer schnellen Erholung.
Wir behalten unsere aktuelle Absicherungsposition also weiterhin cropped-cropped-hands11.jpgbei!

Schlimmstenfalls haben wir die anfänglichen Kursverluste mitgenommen, dann abgesichert und steigen wieder ein, wenn der Markt ohne uns ca. 3% nach oben gegangen ist.
Weiten sich die Verluste allerdings weiter aus, war alles richtig.
Wobei wir meinen, dass es im Zweifel richtig ist, bei Turbulenzen Absicherungen aufzubauen.

Sollte der Kurssturz am Montag das Ende der steigenden Kurse gewesen sein, so sind wir gut aufgestellt. Sollte es nur der „Flash Crash“ gewesen sein, so steigen wir zeitnah wieder ein.

Natürlich halten wir Sie auf dem laufenden!

Andreas Enke