Was tut man nicht alles fürs Geschäft!

Eine der globalen Herausforderungen dieses Jahrhunderts, denen sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft stellen sollten, ist die Unterstützung verantwortungsvoller Führungsstrukturen im Unternehmen.mann-fenster

Wie sieht es eigentlich damit in unserem Portfolio aus? Welche Unternehmen unterstützen wir durch die Hereinnahme in den GCX-Index?

Gerade hatten wir die Gelegenheit für einen spontanen Test:
Vielleicht haben Sie es auch gesehen: 16 international tätige Unternehmen priesen in der letzten Woche in ganzseitigen Anzeigen in der „Zeit“, „FAZ“, „Focus“ und „Stern“ den Wirtschaftsstandort Türkei – kurz vor dem Referendum, während des Ausnahmezustands – als stabil, verlässlich und vertrauensvoll an. Dazu kamen TV-Spots auf N 24 und NTV. Im Internet sind die Beiträge auf Türkisch zu sehen. (Quelle: FAZ vom 14.04.2017)

Dies dient zum einen, so kurz vor dem Referendum, natürlich der Regierungspartei, zum anderen ist es wohl auch Werbung für die Unternehmen, die mit dem Wohlwollen der Verbraucher in der Türkei rechnen und wohl auch mit dem einen oder anderen Staatsauftrag.

Es stellt sich die Frage, ob ein solches Geschäftsgebaren – kurzfristige Werbeerfolge für Propaganda gegen Reputationsrisiken – verantwortungsvoll genannt werden kann. Mir erscheint dieses Geschäftsgebaren als sehr riskant: Verbraucher haben schon für geringere Fehltritte die Daumen gesenkt.

Folgende 16 Unternehmen haben sich für die Propaganda einspannen lassen:
– Toyota, Samsung und Hyundai aus Japan und Südkorea;
– Nestlé und Novartis aus der Schweiz;
– Sanofi, Axa, Danone, BNP Paribas aus Frankreich;
– Glaxo Smith Kline, Vodafone, Unilver aus Großbritannien und den Niederlanden;
– Ford, Generel Electric und Fiat Chrysler aus Amerika und Italien;
– Sberbank aus Russland.

Ein Blick auf unseren Index oder in das Portfolio auf unserer Webseite zeigt: keines der genannten Unternehmen ist in unserem Portfolio enthalten.

Test bestanden!

Ihr Andreas Enke